Tai Ji

Tai Ji

›Die vollkommene Hamonie im Bereich der Bewegungs- und Kampfkünste‹

Chinesisches Zeichen für „Gelassenheit“

Tai Ji ist eine asiatische Bewegungskunst, bei der sich langsame, sanft fließende und harmonische Bewegungen zu einer Folge aneinanderreihen. Sie sind im Einklang mit dem Atem und den natürlichen Bewegungsmöglichkeiten des Körpers.

Durch die harmonischen Bewegungen wird der Körper entspannt und gleichzeitig gestärkt. Die Körperhaltung und die Körperwahrnehmung wird verbessert. Die Atmung wird tiefer und ruhiger.

Und vor allem: es macht viel Freude und Spaß sich in Bewegung zu entspannen und die Möglichkeiten der eigenen Körperbewegungen wahrzunehmen und zu spüren.

Zum Üben und Lernen treffen wir uns

Samstags  11:30 – 13:00 Uhr
im Klinikweg 10, Gymnastikraum

 

 

 

Tai Ji mit dem Fächer (Tai Ji Shan)             

Mittlerweile kennt wohl fast jeder die chinesische Bewegungskunst des Tai Ji. Was jedoch nicht allgemein bekannt ist, dass Tai Ji ursprünglich zu den Kampfkünsten gehört. Die einzelnen Bewegungsbilder – auch wenn langsam und fließend ausgeführt – haben eine odere mehrere kampftechnische Anwendungen. Weiß man dies, kann man sich vorstellen, dass neben der Handform des ›Tai Ji Quan‹ (Tai Ji mit der Faust) es auch verschiedene Tai Ji Formen gibt, die mit Waffen ausgeführt werden. Die Waffen bilden eine Verlängerung des Armes und erhöhen somit den Aktionsradius und verlangen damit auch eine erhöhte Aufmerksamkeit und Fertigkeit.

Traditionell unterscheideen sich die Anzahl und die Art der verwendeten Waffen nach der Stilrichtung (z. B. Yang-, Chen- Wu-, Sun-Stil).

Im Yang-Stil, den wir bei der HTBU üben (laufen), gehören zu den wichtigsten Waffen u. a. das Schwert (Jian), der Säbel (Dao), Stöcke (Gun) und der Fächer (Shan).

Der Gebrauch von runden Fächern ist bis in die Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) nachgewiesen. Der faltbare Fächer ist jedoch eine japanische Erfindung, die erst im 10. Jh. nach China gelangte. Das Material, aus denen Fächer hergestellt wurden, waren Seide, Papier und Federn auf Holz. Auf den Seiden- und Papierfächern malten Künstler Landschafts- oder Tierbilder. Der Fächer gehört zu den 8 Symbolen des Daoismus: er symbolisiert das Gute und vertreibt das Böse.

Bei dem faltbaren Fächer waren die Anzahl der Falten festgelegt: Männer benutzten Fächer mit 9, 16, 20 oder 24 Falten, die Fächer der Frauen hatten 30 Falten.

Der Fächer in der Kampfkunst diente der Selbstverteidigung. Man benutzte ursprünglich Eisenfächer, an deren Außenkanten Klingen angebracht waren. Heute sind die Fächer aus Seide oder anderem Stoff mit Holz / Bambusstreben, mit oder ohne Bemalung. In den Kampfkünsten wird der Fächer einzeln oder doppelt verwendet.

In der Tai Ji Gruppe des HTBU haben wir jetzt eine Formfolge mit einfachem Fächer begonnen. Wer also Lust hat, sich mit diesem außergewöhnlichen Gerät zu bewegen (Stärke und Ästhetik kommen gleichermaßen zum Ausdruck), der ist herzlich willkommen.